Andacht zum Monatsspruch August

Der alttestamentliche König David freut sich. Gott kommt in die Hauptstadt seines Landes. Zunächst wird für Gott ein Zelt aufgestellt, als Provisorium – später soll ein Tempel gebaut werden. David freut sich so sehr, dass er ein grosses Fest organisiert. Die besten Sänger treten auf, die begabtesten Musiker spielen ihre Instrumente. König David beauftragt Songwriter damit, den Text für ein Danklied zu entwerfen. Asaf und seine Brüder machen sich ans Werk. Aus ihrer Feder stammt die Zeile des Monatsspruchs für August 2022:

Jubeln sollen die Bäume des Waldes vor dem Herrn, denn er kommt, um die Erde zu richten. (1. Chronik 16,33)

In diesem Lied wird Gott besungen. Gott hat Himmel und Erde gemacht – für andere Götter gibt es keinen Platz. Und Gott ist nicht nur Schöpfer – Gott hat auch das Sagen. Die Väter Abraham, Isaak und Jakob haben Gott vertraut. Gott hat auch ihre Nachkommen, das Volk Israel, bewahrt. Die Geschichte Israels wäre undenkbar ohne Gott. Die Bäume kennen Gott und loben ihn. Menschen denken, sie seien intelligenter als Bäume. Doch unsere Welt wird weiter aus den Fugen geraten, wenn wir uns als Menschen in den Mittelpunkt stellen. So fordert das Lied von Asaf und seinen Brüdern uns auf, nach Gott zu fragen, sogar nach Gott zu suchen. Gott will uns helfen, er will uns Heil schenken. Das, was schief läuft, wird Gott richten. Gott bringt die Welt wieder in Ordnung. Für die Bäume ist das ein Grund, zu jubeln. Und für uns ist es die Gelegenheit, Gott zu sagen: Hilf uns, Gott, unser Heiland! Wir sind intelligent genug, zu merken, dass wir ohne Gott nicht zurecht kommen. Wir wollen auf Gottes Seite stehen, von Gott gerettet werden, und Gott ehren. Mit diesem Gedanken endet das Lied für das grosse Fest. Gott kommt. Sind wir bereit?

Martin Pusch